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agaricus blazei

Agaricus blazei

Agaricus blazei Murrill, auch ABM und neu Agaricus subrufescens genannt, Verwandter unseres Champignons, ist in den Regenwäldern Brasiliens heimisch und wird von der indigenen Bevölkerung wegen seinen hervorragenden gesundheitsfördernden Eigenschaften Gottespilz, Lebenspilz oder Sonnenpilz genannt, bei uns wegen seines an Mandeln erinnernden Geschmackes Mandelpilz. Mittlerweile wird er überall auf der Welt kultiviert. Beta-Glukane, wie sie in allen Pilzen vorkommen, sind bei diesem Pilz in hoher Konzentration und in interessanten Varianten vorhanden, was ihn in bestimmten Situationen als zur Anwendung besonders geeignet auszeichnet.

Anzuwenden bei: Erkältungen akut, Immunsystem stärkend, begleitend bei Tumorerkrankungen






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Auricularia

Judasohr heisst dieser Pilz, weil er eine Form hat, die
an eine Ohrmuschel erinnert. In China heisst er auf Mandarin Mu-Erh (= Holz-Ohr) und Kantonesisch Wan-Yi (= Wolken­ohr). Er wächst weltweit, gerne an Holunder­büschen und nach dem Judas aus der Bibel wird er benannt, weil sich dieser nach dem Verrat an Jesus an einem Holunderbusch erhängt haben soll. Wir kennen es als schwarz-braun glänzend-glibberigen Pilz aus der asiatischen Küche. Seine zweifache Wirkung wird sehr geschätzt: blutstillend und gleichzeitig durchblutungsfördernd.

Anzuwenden bei: Thrombosen, als Thromboseprophylaxe (Flugreisen), bei Hämorrhoiden-Blutungen, koronarer Herzkrankheit, Schlaganfallrisiko.





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Chaga

Chaga, Inonotus obliquus, der schiefe Schillerporling, hat eine dunkle, borkenartig rissige Gestalt und wächst in nördlichen Regionen von Russland über Osteuropa und auch in Nordamerika bevorzugt auf Birkenbäumen. Das Foto dieses imposanten Exemplars stammt aus dem Tessin (Schweiz). Was im ersten Moment wie ein Baumkrebs aussieht, kann also so ein Chaga-Pilz sein und zwar die asexuelle Form, das sog. Anamorph. Ein ukrainischer Apotheker erzählt uns, dass seine Landsleute den Pilz fein mahlen und so als Tee trinken. Er sei allgemein bekannt als Stärkungsmittel, als immunstimulierend und er werde auch zur Behandlung von Hautkrankheiten und bei Tumorerkrankungen eingesetzt.

Anzuwenden bei: Hautkrankheiten, Psoriasis, Tumorvorbeugung und Tumortherapiebegleitung, Immunität fördernd.





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Champignon

Der Kulturchampignon hat seinen Namen vom französischen «champ» (Feld), weil er auf Wiesen wächst. Beliebt ist er wegen seines guten Aromas und zudem gelingt seine Züchtung seit dem 17. Jh. problemlos. Heute werden seine gesundheitsfördernden Wirkungen deutlich, vor allem wenn sie in einem konzentrierten Extrakt die entsprechenden Konzentrationen an Wirkstoffen aufweisen. Als Lebensmittel mag man ja nicht jeden Tag 150–200 Gramm Champignons essen, um das nötige Quantum zu erreichen.

Anwendung: Die Leber regenerierend, leberschützend, Mundgeruch, Gewichtsreduktion begünstigend, die Laktation fördernd.

 





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Coprinus

Der Schopftintling wächst bei uns auf Wiesen und ist jung als Speisepilz beliebt. Essbar sind die jungen Pilzkörper, im Alter zerfliesst der Pilz und löst sich in schwarze Tinte auf. Seine Inhaltsstoffe sind so gelagert, dass er beim Menschen eine herausragende Wirkung am Zuckerstoffwechsel, also bei Diabetikern zeigt, besonders eindrücklich, wenn seine Wirkstoffe als konzentriertes Extrakt vorliegen.

Anzuwenden bei: Diabetes. Vermindert heftige Blutzuckerschwankungen, senkt den Blutzucker im Langzeiteinsatz, messbar am HbA1C, vereinfacht die Anwendung von Insulin und andern blutzuckersenkenden Mitteln. Beim metabolischen Syndrom nimmt man eher Maitake (s.dort).





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Cordyceps sinensis

Dieser aussergewöhnliche Pilz befällt in grossen Höhen im Himalaya im Boden überwinternde Raupen eines Falters und benutzt sie als Substrat. Im Frühling spriesst dann ein kolbenförmiger Fruchtkörper und zeigt sich über dem Boden. Jetzt rutschen Tibeter und Leute aus Sikkim, Bhutan, Nepal auf den Knien über die Weiden und graben die Pilze samt dem mumifizierten Raupenexoskelett aus. Cordyceps sinensis ist wegen dieser mühseligen Gewinnung und seiner legendären Wirkung teurer als Gold. Dank im flüssigen Nährmedium gelingender Züchtung ist er heute aber allgemein erschwinglich.

Anzuwenden bei: Lungenkrankheiten (Asthma, Sauerstoffsättigung, Höhenkrankheit), Burnout, Kinderwunsch (für Mann und Frau anwendbar), Impotenz, Adaptogen, Energiespender.

 






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Hericium

Jung wird er wegen seiner Form Affenkopfpilz genannt, im älteren, weiss-bärtigen Stadium dann Löwenmähnenpilz oder Igelstachelbart. Als Pompon blanc findet er sich in Comestibles-Läden. Er wächst bevorzugt auf Eichen oder Buchen, ist aber nicht gerade häufig. Als Delikatesse war er in China gerne ein Tribut, der dem Kaiser statt Gold präsentiert wurde.

Zwei unterschiedliche Anwendungsbereiche: der Pilz enthält einen Stoff, der das Nervenwachstum stimuliert, deshalb bei allen neurodegenerativen Problemen wie MS, Parkinson, Demenz, ALS, cognitive Leistungsfähigkeit, Burnout, diabetische Neuropathie, chron. Müdigkeits­syndrom. Zudem im gastro-intestinalen Bereich: Reflux, Gastritis, Ösophagitis, Helicobacter, Ulcus…




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Maitake

Der Maitake (jap.: tanzender Pilz) = Klapperschwamm kommt auch in heimischen Ländern vor. In Asien ist er wegen seiner besonderen Heilkräfte und als delikater Speisepilz sehr geschätzt. Seine Fundorte werden daher gerne geheim gehalten. Die asiatische Medizin bezeichnet ihn als Energiespender und als Bewahrer des Yin, das im Lauf des Lebens schwindet.

Maitake hat multiple Einsatzmöglichkeiten: bei metabolischem Syndrom (Diabetes mit Bluthochdruck und Cholesterinstoffwechselstörung), Osteoporose, Über­gewicht, zur Milderung von Nebenwirkungen bei Chemo- und Strahlentherapie.





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Pleurotus

Der Austernseitling ist mittlerweile als ganzjährig im Lebensmittelsortiment verfügbarer Speisepilz bestens bekannt. Er spriesst der Form nach aus Bäumen wie Austern im Wasser, dem Geschmack nach ist er aber ganz köstlicher Pilz, ohne Bezug zu Meer, Fisch.

Anzuwenden bei: Fettstoffwechselstörungen (Cholesterin, LDL, HDL), Adipositas (Appetitzügler), Venen (Varizen, Phlebitis), Muskel- und Sehnenprobleme (Sport u.ä.), antioxidativ, Anti-Aging, Hautalterung.





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Polyporus

Der Eichhase bildet im Boden um Baumwurzeln das für unsere Zwecke verwendete Sklerotium, die Dauerform des Pilzes, eine harte, kompakte Knolle von manchmal mehreren Kilo Gewicht. Daraus spriessen im Frucht­stadium Dutzende Pilzhütchen. Er wächst in wärmeren Wäldern der Nordhalbkugel und ist vor allem in China seit Jahrtausenden aufgrund seiner harntreibenden Wirkung als Vitalpilz bekannt.
Anzuwenden bei: Probleme des Wasserhaushaltes mit Ödemen, geschwollenen Knöcheln, Beinen oder Wassereinlagerungen allgemein, bei Störungen der Blasen­funktion (Dysurie, Cystitis akut oder wiederkehrend, Pollakisurie, Prostata…). Auch anzuwenden bei Haar­problemen (Haarausfall, sprödes, trockenes Haar, aber nicht wirksam bei genetisch bedingter Männerglatze).




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Reishi

Bei Reishi (Ling Zhi, Ganoderma) handelt es sich um einen der wichtigsten und ältesten Vitalpilze überhaupt. Er wird in China als «Göttlicher Pilz des ewigen Lebens» gerühmt und wurde schon im welt­ältesten Buch über Heilpflanzen, im Klassiker Shen Nong Ben Cao Jing erwähnt. Als Symbol für Glück und langes Leben wird er in Tempeln mit Göttern gezeigt. Nach den Lehren der TCM beruhigt er die Seele und den Geist (Shen) und wirkt als Qi-, Energie-Spender.

Äusserst breites Einsatzgebiet: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Allergien, Adaptogen (=Anpassung an Situationen, die körperlich und geistig besonders belastend sind, z. B. Leistungssport, Höhenkrankheit, Prüfungsstress), begleitend bei Chemo- und Strahlen­therapie, Hautkrankheiten (Psoriasis, Neurodermitis, Ekzeme), Anti-Aging, Geriatrie, Demenz.





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Shiitake

Shiitake ist nach dem Champignon der meist verzehrte Pilz der Welt. In Asien gilt er als der «König der Pilze». Seine Wirkungen werden schon seit Jahrtausenden beschrieben. Er wird aufgrund seines würzigen Aromas und seiner gesunden Eigenschaften in grossen Mengen in Asien angebaut. Mittlerweile auch im ständigen Sortiment hiesiger Lebensmittelläden.

Anzuwenden bei: Bewegungsapparat, Chronisch rezidivierende Erkältungen, also Immunstimulation, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Anti-Aging, Darmsanierung (Mikrobiom pflegend), Herz-Kreislauf-Krankheiten.